AGRANA sieht sich aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodelles, einer soliden Bilanzstruktur und nicht zuletzt aufgrund der strukturellen Transformation auf Holding- und Segmentebene durch AGRANA NEXT LEVEL für die Zukunft gut aufgestellt.
Der Ende Februar 2026 eskalierte Konflikt im Nahen und Mittleren Osten führt neben dem andauernden Krieg in der Ukraine zu einer nochmaligen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und weiteren Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten. Die sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser zusätzlichen temporären Ausnahmesituation sind ebenso schwer abschätzbar wie die Auswirkungen sowie die Dauer der globalen zollpolitischen Verwerfungen.
Der Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass der Krieg im Nahen Osten temporär und regional begrenzt bleibt, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet ist und es im Laufe des Geschäftsjahres 2026|27 keine massiven Verwerfungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten gibt. AGRANA plant auch, etwaig deutlich steigende Preise, insbesondere im Rohstoff- und Energiebereich, in neuen Kundenkontrakten weitergeben zu können.
Auf Gruppenebene wird für das Geschäftsjahr 2026|27 mit einem EBIT gerechnet, das sehr deutlich über dem Vorjahr liegen soll; erwartet wird ein Wert in einer Bandbreite von 70 bis 90 Mio. €. Beim Konzernumsatz wird von einem leichten Anstieg ausgegangen.
Was die Konzernstrategie AGRANA NEXT LEVEL betrifft, sollen im Geschäftsjahr 2026|27 Maßnahmen mit einem nachhaltigen jährlichen Einsparungseffekt von bis zu 110 Mio. € umgesetzt werden.
Für das EBIT des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2026|27 wird ein Betrag erwartet, der sehr deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraumes (Q1 2025|26: 5,7 Mio. €) liegt.
Das Investitionsvolumen in den drei Segmenten sowie im Bereich Holding & Sonstige soll insgesamt bei rund 113 Mio. € liegen und damit moderat über dem Wert von 2025|26, jedoch unter dem geplanten Abschreibungsniveau (rund 117 Mio. €). Die Ende März 2026 formell abgeschlossene Akquisition des slowenischen Lebensmittelherstellers Mercator-Emba d.o.o. zeigt, dass AGRANA im Rahmen der NEXT LEVEL-Strategie in profitables Wachstum im Geschäftsbereich Food & Beverage Solution investiert. Dadurch wird im ersten Quartal 2026|27 ein Cash-Abfluss in Höhe von rund 41 Mio. € erwartet.