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1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital) 2 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs - Full-time equivalents)
AGRANA NEXT LEVEL – was wir 2025|26 erreicht haben
Wir haben unterjährig bereits über erfolgte AGRANA NEXT LEVEL-Umsetzungen berichtet: von der Einstellung der Zuckerproduktion an den Standorten Leopoldsdorf|Österreich und Hrušovany|Tschechien zu Beginn des Geschäftsjahres 2025|26 – mit dem Ziel, die Stabilität und Nachhaltigkeit der Zuckerproduktion im Konzern zu sichern.
Die Entscheidung zur Schließung dieser beiden Zucker-Produktionsstandorte war schwierig, aber notwendig. Sie basierte auf einer umfassenden Bewertung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Steigende Produktionskosten, zunehmender Wettbewerbsdruck durch den Rückgang des Zuckerverbrauches in der EU, Marktliberalisierungen (Mercosur und Ukraine) sowie regulatorische Vorgaben haben die Fortführung der Produktion an jeweils zwei Standorten in Österreich und Tschechien wirtschaftlich untragbar gemacht. So bedauerlich die notwendigen Maßnahmen für die unmittelbar Betroffenen auch sind, so entscheidend sind sie für die Zukunftsausrichtung von AGRANA: Sie sind eine zentrale Voraussetzung für Stabilität und Sicherheit einer nachhaltigen Zuckerproduktion.
Von der vollständigen Übernahme der Anteile der RWA Raiffeisen Ware Austria AG an der AUSTRIA JUICE GmbH Ende Mai 2025. Das Closing dieses Anteilskaufes wurde Mitte Oktober 2025 vollzogen; seither konnten wir auch tatsächlich mit der Integration des Geschäftes mit Getränkegrundstoffen und Aromen in den neuen Geschäftsbereich Food & Beverage Solutions starten. Im Sommer 2025 haben wir das slowenische Lebensmittelunternehmen Mercator-Emba erworben, um zusätzliche Absatzmärkte und neue Kundensegmente im wachsenden Bereich des Food Service-Geschäftes zu erschließen, und dafür Ende März 2026 auch die kartellrechtliche Genehmigung erhalten. Ein wichtiger Erfolg für die Planungssicherheit im Segment ACS – Zucker war die Einigung mit der Interessenvertretung der österreichischen Rübenbauern über die Anbaukonditionen für die kommenden drei Jahre. Durch konstruktive Verhandlungen konnte ein neues Preismodell entwickelt werden, das den aktuellen Gegebenheiten eines herausfordernden Marktumfeldes mit anhaltend niedrigen Zuckerverkaufspreisen Rechnung trägt und die Rohstoffversorgung unseres Standortes in Tulln|Österreich nachhaltig absichern soll.
AGRANA-Start in Slowenien - im Bild v.links: AGRANA-CEO Stephan Büttner, Mercator-Emba-CEO Darja Jamnik, AGRANA Fruit Leiterin Food Service Anne-Laury Lartigue, AGRANA Fruit Geschäftsführer Markus Wagner, AGRANA-COO Franz Ennser
Zuckerrübenanbau: Langfristige Einigung mit Rübenbauern erzielt
Das waren die nach außen sichtbareren Erfolge im abgelaufenen Geschäftsjahr, aber es ist auch zu betonen, dass im Hintergrund zahlreiche weitere Aktivitäten im Sinne der AGRANA NEXT LEVEL-Zielumsetzungen erfolgt sind: Mit der Bündelung unserer Aktivitäten in die beiden strategischen Geschäftsbereiche Agricultural Commodities & Specialities (ACS) und Food & Beverage Solutions (FBS) haben wir strukturelle Klarheit geschaffen und die Basis für eine stärkere Zusammenarbeit sowie die Nutzung vorhandener Synergien gelegt. Dadurch konnten bereits erste (Zentral-)Funktionen im Konzern und in den Geschäftsbereichen gebündelt werden. Dank der Zusammenarbeit und dem Engagement von Kolleginnen und Kollegen auf allen Ebenen haben wir im Geschäftsjahr 2025|26 im Rahmen unserer Kostenreduktionsinitiative „Horizont“ nachhaltig bereits über 80 Mio. € eingespart. Der größte Anteil wurde durch operative Effizienzen, u.a. in den Bereichen Logistik, Materialien und Services sowie Rohstoffe, gewonnen.
Nachhaltigkeit bleibt zentraler Bestandteil der Konzernstrategie
Unsere AGRANA-Klimastrategie ist ein zentraler Bestandteil von AGRANA NEXT LEVEL. Wir verfolgen weiterhin das Ziel, bis 2040 Netto-Null-Emissionen in Scope 1 und 2 sowie bis spätestens 2050 auch in Scope 3 zu erreichen. Diese Verpflichtung ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung und zugleich eine strategische Voraussetzung für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Immer häufiger auftretende Wetterextreme wie Dürren oder Starkregen verdeutlichen, wie wichtig es ist, dem Klimawandel konsequent entgegenzuwirken und somit als Gemeinschaft wie auch als Unternehmen die Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. In diesem Kontext erscheinen die Ziele unserer AGRANA-Klimastrategie umso bedeutender. Um den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht zu werden, muss AGRANA laut derzeitigen Stand bis 2040 rund 485,4 Mio. € in nachhaltige Technologien und Energieeffizienz investieren. Als Teil davon wurde im Berichtsjahr in den schrittweisen Umstieg der Kohlekesselanlage zu einem erdgasbetrieben Dampfkessel in Opava|Tschechien investiert, wodurch an diesem Standort 25.000 Tonnen CO2e-Emissionen reduziert werden konnten. Die Scope 1 Emissionen wurden von 600.032 auf 467.720 t CO2 reduziert, was einer Reduktion von 4,6 % entspricht. Ebenfalls wollen wir die Zusammenarbeit insbesondere mit Lieferanten und Kunden in langfristigen Partnerschaften zur Förderung klimawandelresilienter Geschäftsmodelle weiter stärken und vorantreiben.
Im Juni 2025 wurde AGRANA erneut in den „VÖNIX“ (VBV-Österreichischer Nachhaltigkeitsindex) aufgenommen. Der Index umfasst österreichische börsennotierte Unternehmen, die mit ihren Aktivitäten im Bereich der unternehmerischen Nachhaltigkeit hervorstechen. Wir sehen dies als Bestätigung, dass unsere Nachhaltigkeitsanstrengungen auch am Kapitalmarkt wahrgenommen werden.