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Konzernabschluss
2019|20

Konzern-Gewinn und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2019|20
vom 1. März 2019 bis 29. Februar 2020

in t€ 2019|20 2018|19 Veränderung absolut Veränderung in %
Umsatzerlöse 2.480.732 2.443.048 37.684 1,5%
Bestandsveränderungen 64.764 -53.505 118.269 221,0%
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.898 1.120 778 69,5%
Sonstige betriebliche Erträge 37.671 32.980 4.691 14,2%
Materialaufwand -1.759.277 -1.647.491 -111.786 -6,8%
Personalaufwand -341.660 -323.717 -17.943 -5,5%
Abschreibungen -110.333 -96.636 -13.697 -14,2%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -303.472 -301.403 -2.069 -0,7%
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 16.727 12.222 4.505 36,9%
Ergebnis der Betriebstätigkeit 87.050 66.618 20.432 30,7%
Finanzerträge 22.851 25.464 -2.613 -10,3%
Finanzaufwendungen -40.042 -40.836 794 1,9%
Finanzergebnis -17.191 -15.372 -1.819 -11,8%
Ergebnis vor Ertragsteuern 69.859 51.246 18.613 36,3%
Ertragsteuern -18.567 -20.860 2.293 11,0%
Konzernergebnis 51.292 30.386 20.906 68,8%
- davon Aktionäre der AGRANA Beteiligungs-AG 48.162 25.406 22.756 89,6%
- davon nicht beherrschende Anteile 3.130 4.980 -1.850 -37,1%
Ergebnis je Aktie nach IFRS (verwässert und unverwässert) 0,77 0,41 0,36 87,8%

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der AGRANA-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2019|20 mit 2.480,7 Mio. € leicht über dem Vorjahr. Bei einem stabilen Fruchtumsatz (1.185,4 Mio. €; +0,5 %) stand einem Umsatzrückgang im Segment Zucker (488,3 Mio. €; –2,6 %) ein Anstieg im Stärkebereich (807,0 Mio. €; +5,8 %) gegenüber.

Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT)

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug 2019|20 87,1 Mio. € und lag damit deutlich (+30,8 %) über dem Vorjahr. Im Segment Frucht ging das EBIT v. a. aufgrund eines schwächeren Ergebnisses im Fruchtzubereitungsgeschäft um 27,7 % auf 55,9 Mio. € zurück. Im Segment Zucker führten im Vergleich zum Vorjahr höhere Zuckerverkaufspreise zwar zu einer EBIT-Verbesserung, wenngleich das Ergebnis mit –44,0 Mio. € noch immer deutlich negativ war. Das EBIT im Segment Stärke konnte um 46,9 % auf 75,2 Mio. € beträchtlich gesteigert werden. Nähere Details zum Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie zum Ergebnis aus Sondereinflüssen sind in den Segmentberichten sowie im Konzernanhang zu finden.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2019|20 –17,2 Mio. € (Vorjahr: –15,4 Mio. €). Die Verschlechterung beim Zinsergebnis (–2,9 Mio. €) war auf eine um durchschnittlich 150 Mio. € höhere Finanzverschuldung sowie den zusätzlichen Zinsaufwand von rund 1,0 Mio. € aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 Leasing zurückzuführen. Demgegenüber stand eine Verbesserung des Währungsergebnisses (+1,4 Mio. €). Im Vorjahr enthielt dieses aufgrund der Abwertung des argentinischen Peso noch einen hohen FX-Aufwand, während 2019|20 dieser Effekt aufgrund der Entschuldung der argentinischen Tochtergesellschaft vermieden werden konnte. Die Veränderung beim sonstigen Finanzergebnis (–0,3 Mio. €) war auf die Begebung des Schuldscheindarlehens der AGRANA Beteiligungs-AG im August 2019 sowie die Verlängerung eines syndizierten Kreditrahmens bei der AUSTRIA JUICE GmbH zurückzuführen.

Konzernergebnis

Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg von 51,2 Mio. € im Vorjahr auf 69,9 Mio. €. Nach einem Steueraufwand von 18,6 Mio. €, dem eine Steuerquote von 26,6 % (Vorjahr: 40,7 %) entspricht, betrug das Konzernergebnis 51,3 Mio. € (Vorjahr: 30,4 Mio. €). Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernergebnis lag bei 48,2 Mio. € (Vorjahr: 25,4 Mio. €), das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf 0,77 € (Vorjahr: 0,41 €).

Konzernbilanz

zum 29.02.2020

in t€ Stand 29.02.2020 Stand 28.02.2019 Veränderung absolut Veränderung in %
AKTIVA
A. Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwerte 275.108 276.740 -1.632 -0,6%
Sachanlagen 932.795 864.221 68.574 7,9%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen 76.919 69.926 6.993 10,0%
Wertpapiere 19.599 18.843 756 4,0%
Beteiligungen 919 19 900 4.736,8%
Sonstige Vermögenswerte 12.410 10.090 2.320 23,0%
Aktive latente Steuern 14.175 12.309 1.866 15,2%
1.331.925 1.252.148 79.777 6,4%
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 710.500 619.133 91.367 14,8%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 319.457 321.694 -2.237 -0,7%
Sonstige Vermögenswerte 89.334 107.790 -18.456 -17,1%
Laufende Ertragsteuerforderungen 4.813 6.060 -1.247 -20,6%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 93.415 82.582 10.833 13,1%
1.217.519 1.137.259 80.260 7,1%
Summe Aktiva 2.549.444 2.389.407 160.037 6,7%
PASSIVA
A. Eigenkapital
Grundkapital 113.531 113.531 0 0,0%
Kapitalrücklagen 540.760 540.760 0 0,0%
Gewinnrücklagen 669.406 694.451 -25.045 -3,6%
Anteil der Aktionäre am Eigenkapital 1.323.697 1.348.742 -25.045 -1,9%
Nicht beherrschende Anteile 63.435 61.186 2.249 3,7%
1.387.132 1.409.928 -22.796 -1,6%
B. Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 73.401 71.177 2.224 3,1%
Übrige Rückstellungen 29.756 23.505 6.251 26,6%
Finanzverbindlichkeiten 450.212 278.988 171.224 61,4%
Sonstige Verbindlichkeiten 6.418 12.820 -6.402 -49,9%
Passive latente Steuern 5.504 6.556 -1.052 -16,0%
565.291 393.046 172.245 43,8%
C. Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 20.789 31.221 -10.432 -33,4%
Finanzverbindlichkeiten 126.814 144.639 -17.825 -12,3%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 311.771 292.914 18.857 6,4%
Sonstige Verbindlichkeiten 131.553 110.713 20.840 18,8%
Steuerschulden 6.094 6.946 -852 -12,3%
  597.021 586.433 10.588 1,8%
Summe Passiva 2.549.444 2.389.407 160.037 6,7%

 

Die Bilanzsumme zum 29. Februar 2020 lag mit 2.549,4 Mio. € um 160,0 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.

Der Wert der langfristigen Vermögenswerte erhöhte sich (+79,8 Mio. €) v. a. bedingt durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 Leasing, aber auch aufgrund von Investitionen über dem Abschreibungsniveau. Die Vorräte stiegen preis- und mengenbedingt. In Kombination mit gestiegenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten führte diese Entwicklung in Summe zu höheren kurzfristigen Vermögenswerten.

Die AGRANA-Eigenkapitalquote lag mit 54,4 % um 4,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Auf der Passivseite erhöhten sich die langfristigen Schulden v. a. aufgrund des Aufbaus von Finanz­verbindlichkeiten deutlich. Die kurzfristigen Schulden stiegen aufgrund eines Aufbaus der Verbind­lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie höherer sonstiger Verbindlichkeiten leicht.

Bilanzstruktur zum 29. Februar 2020

Konzern-Geldflussrechnung

für das Geschäftsjahr 2019|20
vom 1. März 2019 bis 29. Februar 2020

in t€ 2019|20 2018|19 Veränderung absolut Veränderung in %
Konzernergebnis 51.292 30.386 20.906 68,8%
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 110.362 96.636 13.726 14,2%
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen -28 0 -28  
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -1 -194 193 99,5%
Veränderungen langfristiger Rückstellungen 2.303 342 1.961 573,4%
Ergebnisanteil von Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -16.727 -12.222 -4.505 -36,9%
Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 14.000 15.000 -1.000 -6,7%
Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 912 1.302 -390 -30,0%
Zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und sonstige Anpassungen 25.718 46.296 -20.578 -44,4%
Cashflow aus dem Ergebnis 187.831 177.546 10.285 5,8%
Veränderungen der Vorräte -102.588 19.589 -122.177 -623,7%
Veränderungen der Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte -296 -14.326 14.030 97,9%
Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen -16.548 2.065 -18.613 -901,4%
Veränderungen der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten) 66.450 -13.200 79.650 603,4%
Veränderung des Working Capital -52.982 -5.872 -47.110 -802,3%
Erhaltene Zinsen 2.001 3.250 -1.249 -38,4%
Gezahlte Zinsen -8.814 -7.193 -1.621 -22,5%
Gezahlte Ertragsteuern -17.940 -26.022 8.082 31,1%
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 110.096 141.709 -31.613 -22,3%
Erhaltene Dividenden 17 24 -7 -29,2%
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 1.971 3.241 -1.270 -39,2%
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abzüglich Zuschüsse -150.030 -161.190 11.160 6,9%
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 6 1.374 -1.368 -99,6%
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen abzüglich liquider Mittel 582 0    
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -8.124 0 -8.124  
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich übernommener Mittel 0 -5.336 5.336 100,0%
Cashflow aus Investitionstätigkeit -155.578 -161.887 6.309 3,9%
Rückführung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe -85.000 -65.000 -20.000 -30,8%
Aufnahme von Schuldscheindarlehen 164.500 0 164.500  
Auszahlungen Leasingverbindlichkeiten -6.437 0 -6.437  
Rückführung Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank -4.882 0 -4.882  
Aufnahme von langfristigen Darlehen 0 40.000 -40.000 -100,0%
Aufnahme von syndizierten Krediten 10.000 75.000 -65.000 -86,7%
Einzahlungen/Auszahlungen von Kontokorrentkrediten und Barvorlagen 42.344 1.219 41.125 3.373,7%
Abtretung von Anteilen an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung 0 2.475 -2.475 -100%
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 -411 411 100,0%
Gezahlte Dividenden -63.203 -71.463 8.260 11,6%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 57.322 -18.180 75.502 415,3%
Veränderungen des Finanzmittelbestandes 11.840 -38.358 50.198 130,9%
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -511 -577 66 11,4%
Übernommene Finanzmittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochterunternehmen 0 637 -637 -100,0%
Einfluss von IAS 29 auf den Finanzmittelbestand -496 -81 -415 -512,3%
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 82.582 120.961 -38.379 -31,7%
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 93.415 82.582 10.833 13,1%

 

Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Mio. € und lag bei 187,8 Mio. €. Nach einem vorratsbedingt deutlich stärkeren Aufbau des Working Capital um 53,0 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) ging der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 110,1 Mio. € (Vorjahr: 141,7 Mio. €) zurück. Der Cash-Abfluss aus Investitionstätigkeit war mit 155,6 Mio. € aufgrund niedrigerer Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte geringer als in der Vergleichsperiode (Cash-Abfluss: 161,9 Mio. €). Nach einem Aufbau von Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig und langfristig saldiert) und einer niedrigeren Dividendenauszahlung gab es 2019|20 einen Cash-Zufluss aus Finanzierungstätigkeit von 57,3 Mio. € (Vorjahr: Cash-Abfluss von 18,2 Mio. €). Der Free Cashflow sank gegenüber dem Vorjahr um mehr als 100 %.

Nettofinanzschulden

Die Nettofinanzschulden zum 29. Februar 2020 lagen mit 464,0 Mio. € um 141,8 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages 2018|19. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 33,5 % (28. Februar 2019: 22,9 %).

Zur Stärkung der langfristigen Refinanzierungsbasis und zur Sicherung des historisch niedrigen Zinsumfeldes hat die AGRANA Beteiligungs-AG mit Wirkung zum 1. August 2019 ein Schuldscheindarlehen über 200 Mio. € in Tranchen von fünf, sieben und zehn Jahren platziert. Daraus ergibt sich eine gewichtete Durchschnittslaufzeit von sechs Jahren. Rund 75 % des Schuldscheindarlehens sind mit einem fixen Zinssatz ausgestattet. Ebenso hat die AGRANA Beteiligungs-AG im November 2019 ein langfristiges Bankdarlehen mit einer Laufzeit von sieben Jahren aufgenommen. Sowohl das Schuldscheindarlehen als auch die bilaterale Finanzierung wurden für die Tilgung einer Konzernverbindlichkeit gegenüber der Südzucker AG sowie zur Rückführung des Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2014 verwendet.

Nettofinanzschulden und Gearing

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