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Glossar

A

ActiProt®
Definition:

Stellt eine Eigenmarke von AGRANA dar und bezeichnet ein hochwertiges Eiweißfuttermittel. Diese sogenannte Trockenschlempe (Distillers Dried Grains with Solubles, DDGS) fällt in Anlagen zur Herstellung von Bioethanol auf Basis von stärkehaltigen Getreiden nach Trocknung der Rückstände aus der Destillation (Schlempe) an. Die Trockenschlempe wird pelletiert; dieses so entstan­dene lagerfähige Futtermittel wird DDGS genannt. Aufgrund seines hohen Proteingehalts von mindestens 30 % und eines vorteilhaften Energiegehalts wird DDGS als Futtermittel für Nutztiere, vorzugsweise Milchvieh, verwendet. Im AGRANA-Konzern wird dieses Koppelprodukt in der Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich erzeugt, wo grundsätzlich Mais, Weizen, Tritikale und Melasse verarbeitet werden. Wie alle anderen Produkte, die AGRANA auf den Markt bringt, ist auch ActiProt® gentechnikfrei.

Apfeltrester
Definition:

Apfeltrester sind die Pressrückstände bei der Herstellung von Apfelsaft. Sie besitzen einen Restzucker­gehalt, einen hohen Pektingehalt und einen geringen Eiweiß­gehalt. AGRANA hat bei der Herstellung von Apfelsaft­konzentrat aus frischen, reifen Äpfeln ein eigenes Verfahren entwickelt, bei dem im Vergleich zu herkömmlichem Apfel­trester ein Produkt mit verbesserten sensorischen Eigen­schaften und reduziertem Bitterstoffgehalt gewonnen wird.

ATX
Definition:

Der Austrian Traded Index (ATX) ist ein von der Wiener Börse entwickelter und in Echtzeit berechneter Preisindex, der das Blue Chip-Segment des österreichischen Aktien­marktes abdeckt und die rund 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse enthält. Die Aktien werden nach ihrer Bewer­tung (Preis der einzelnen Aktien multipliziert mit der jeweiligen Stückanzahl der Aktien) gewichtet, weshalb Werte mit einer hohen Kapitalisierung einen stärkeren Einfluss auf den ATX haben. Der ATX ist Basiswert für an der Wiener Börse gehandelte und in Euro abgerechnete Futures und Optionen. Der Startwert für die Berechnung des ATX wurde am 2. Jänner 1991 mit 1.000 Punkten festgesetzt.

B

Bioethanol
Definition:

Bioethanol ist ein durch Gärung aus kohlehydrat­haltiger Biomasse (nachwachsenden Kohlenstoff­trägern) hergestellter Kraftstoff. Er verfügt über einen Alkoholanteil von mindestens 99 Volumsprozent und ist de facto wasserfrei. In Europa wird Bioethanol aufgrund der klimatischen Gegebenheiten vorwiegend aus stärkehaltigen Getreidearten oder Zuckerrüben gewonnen. Bioethanol ist gegenüber fossilen Energieträgern CO2-neutral und unterscheidet sich in seinen physikalischen Eigenschaften von denen des Benzins. Daher ist für die Reinverwendung (sogenannte „Highblends“) eine Anpassung der Motoren erforderlich. Für sogenannte „Lowblends“ (z. B. E10) ist eine Anpassung der Motoren nicht notwendig.

Biogas
Definition:

Biogas enthält Methan als brennbare Komponente, die durch Vergärung von Biomasse in Biogasanlagen hergestellt und zur Erzeugung von Bioenergie verwendet wird. Biogas kann aus vergärbaren, biomassehaltigen Rest­stoffen wie Klärschlamm, Bioabfall oder Speiseresten, Wirtschafts­dünger (Gülle, Mist) oder auch aus gezielt ange­bauten Energiepflanzen, also nachwachsenden Rohstoffen, gewonnen werden.

C

CO2 (Kohlenstoffdioxid)
Definition:

Wird heute als wesentlichstes Treib­hausgas angesehen. Es handelt sich dabei um eine chemi­sche Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Das farb- und geruchsneutrale Gas ist mit weniger als 1 % natürlicher Bestandteil der Luft und entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen sowie der Atmung.

CO2-Äquivalent
Definition:

Um die Treibhauswirkung von verschie­de­nen Treibhausgasen vergleich- und somit summierbar zu machen, wird deren Treibhausgaspotenzial (Global Warming Potential) verwendet. Es gibt den Beitrag verschiedener Gase zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre in Form einer äquivalenten Menge CO2 an. Die Treibhauswirkung von einem Kilogramm eines Gases wird dabei als Vielfaches („Äquiva­lenzfaktor“) der Treibhauswirkung von einem Kilo­gramm CO2 ausgedrückt.

D

Defizitländer/-märkte/-regionen
Definition:

Länder oder Regionen (Länder, Märkte oder Regionen,…), die mehr Zucker verbrauchen, als sie selbst produzieren, und ihren Bedarf durch Zuckerimporte decken müssen. Im Zuge der Quotenrückgaben betrifft dies in Europa beispielsweise Länder wie Irland, Italien oder Portugal, aber auch Ungarn und Rumänien.

Drittlandexporte
Definition:

Drittlandexporte: Der durch Lizenzen geregelte Zuckerexport in Drittländer bezeichnet die Ausfuhr von Zucker in Länder außerhalb der EU. Die dafür benötigten Export­lizenzen werden von der EU im Rahmen eines Tenderver­fahrens an die Zuckerproduzenten verteilt (siehe Export­lizenzen).

E

Emission
Definition:

Bedeutet allgemein die Freisetzung von Stör­faktoren in die Umwelt. Ein typisches Beispiel dafür sind etwa gasförmige Schadstoffemissionen aus Autos.

Enzyme
Definition:

Enzyme (früher auch: Fermente) sind Eiweiß­moleküle, die als Katalysator chemische Reaktionen beschleunigen und z. B. Stärke in Traubenzuckermoleküle zerlegen. Sie spielen daher bei der Fermentation (Gärung) eine wichtige Rolle (siehe Fermentation).

Ethanol
Definition:

Ethanol ist eine klare, leicht entzündliche Flüssig­keit. Es wird umgangssprachlich oft als Alkohol bezeichnet. Ethanol ist besonders als Trinkalkohol bekannt, etwa als Anteil in Genussmitteln wie Wein oder Bier. Besonders in der letzten Zeit erfährt Ethanol große Bedeutung – abseits der Lebensmittelindustrie – als Biokraftstoff in Form von Bioethanol (siehe Bioethanol).

EU-Biokraftstoffrichtlinie
Definition:

Die EU-Biokraftstoffrichtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. März 2009 regelt den Einsatz von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen (z. B. Wind- und Sonnenenergie, Erd­wärme oder Wasserkraft) im Verkehrssektor. Die EU-Biokraft­stoffrichtlinie gibt den Anteil an erneuerbaren Kraftstoffen am Gesamttreibstoffverbrauch in Energie­prozenten vor, lässt dabei aber offen, auf welche Art (Bei­mischung biogener zu fossilen Kraftstoffen oder Nutzung alternativer Treibstoffe) diese Ziele zu erreichen sind. Als biogene Kraftstoffe im Sinne der Richtlinie gelten Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Bio­methanol, Biodimethylether, Bio-ETBE, Bio-MTBE, synthe­tische Biokraftstoffe, Biowasserstoff und reines Pflanzenöl.

EU-Energieallokationsmethode
Definition:

Im Rahmen von Lebens­zyklusanalysen kann die Allokation von Treibhausgas­emissionen auf Bioethanol und seine Nebenprodukte mit der sogenannten Substitutionsmethode oder der EU-Energie­alloka­tionsmethode vorgenommen werden. Die Substitutions­­methode ist gemäß den Vorschriften der EU für politische Analysen geeignet. Die EU-Energieallokationsmethode ist für regulatorische Zwecke sowie für individuelle Einträge von Produzenten und Treibstoffen zu verwenden.

EU-Zuckermarktordnung
Definition:

Siehe Zuckermarktordnung.

F

F. O. Licht
Definition:

F. O. Licht ist ein führender Analyst der globalen Märkte für Zucker, Ethanol, Melasse, Futterzusatzstoffe, Biokraftstoffe, Kaffee und Tee. F. O. Licht veröffentlicht ein einzigartiges Spektrum an Online- und Printberichten und organisiert marktführende Konferenzen für die Zucker- und Ethanolindustrie.

Fermentation
Definition:

Unter Fermentation (Gärung) versteht man in der Biotechnologie die Umsetzung von biologischen Materialien durch den Zusatz von Enzymen (Fermenten) oder aber auch mit Hilfe von Bakterien-, Pilz- und Zell­kulturen.

FFG
Definition:

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft: Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft ist die nationale Förderungsinstitution für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. Die FFG wurde durch das Bundesgesetzblatt I Nr. 73/2004 „Forschungs­förderungsgesellschaft Errichtungsgesetz“ (kurz: FFG Gesetz) mit 1. September 2004 gegründet. Sie steht zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich.

Fruchtsaftkonzentrat
Definition:

Bildet die Basis für Fruchtsaftgetränke und wird an die Fruchtsaft und Getränke produzierende Industrie verkauft. Das vorher dem Obstpresssaft schonend entzogene Wasser wird dem Konzentrat zur Herstellung des Endverbraucherprodukts schließlich wieder in gleicher Menge zugeführt. Das Ergebnis ist ein hochwertiger Saft mit 100 % Fruchtgehalt.

Fruchtzubereitung
Definition:

Qualitativ hochwertige Früchte werden in flüssiger oder stückiger Form aufbereitet und thermisch haltbar gemacht, um diese insbesondere in Molkerei­produkten oder für die Eiscreme- und Backwarenindustrie weiterzuverarbeiten.

G

Getreidewirtschaftsjahr
Definition:

Beginnt im Juli und endet im darauffolgenden Jahr im Juni.

Gluten
Definition:

Gluten (von lat. gluten = „Leim“, Kleber, Kleberei­weiß) ist ein Sammelbegriff für ein Stoffgemisch aus Proteinen, das in den Samen von Getreidearten vorkommt. Bei Wasserzugabe zum Mehl ist es das Gluten, das beim Anteigen eine gummiartige, elastische Masse bildet. Es hat für die Backeigenschaften von Mehl eine zentrale Bedeutung.

GVO
Definition:

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO), auch gentechnisch modifizierter Organismus, englisch „Genetically Modified Organism“ (GMO), sind Organismen, deren Erb­anlagen mittels gentechnischer Methoden gezielt verändert wurden.

I

IGC – International Grains Council
Definition:

Der Internationale Getreiderat ist eine zwischenstaatliche Organisation, die sich mit dem Thema Getreidehandel befasst. Der Rat verwaltet seit 1995 auch das Getreidehandels-Übereinkommen und hat seinen Sitz in London. Das IGC-Sekretariat bietet neben Verwaltungsleistungen für den Rat auch Dienstleistungen an das Food Aid Committee (Nahrungsmittelhilfe-Ausschuss) an, welches im Rahmen der Food Aid Convention (Nahrungs­mittelhilfe-Übereinkommen) von 1999 errichtet wurde. Viele der IGC-Informationsdienste können abonniert werden und Analysen des Rates zum Getreidemarkt finden in zahlreichen Branchen- und Marktuntersuchungen Verwendung.

Industriezucker
Definition:

Siehe Nicht-Quotenzucker.

ISO – International Organisation for Standardisation
Definition:

Die Internationale Organisation für Normung (ISO) ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen und erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die Inter­nationale elektrotechnische Kommission (IEC) zuständig ist, und mit Ausnahme der Telekommunikation, für die die Internationale Fernmeldeunion (ITU) zuständig ist. Gemein­sam bilden diese drei Organisationen die WSC (World Standards Cooperation).

Isoglukose
Definition:

Isoglukose ist ein auf Stärke basierendes, flüssiges Verzuckerungsprodukt, das bei einem Fruktose­gehalt von 42 % der Süße von Zucker entspricht und daher als Zuckersubstitut verwendet wird. Der Fruktosegehalt kann durch weitere Prozessschritte auf bis zu 55 % ange­hoben werden. Isoglukose wird aus Getreide, vor allem Mais, hergestellt.

K

Kampagne
Definition:

Verarbeitungszeitraum für agrarische Rohstoffe, die nur für einen begrenzten Zeitraum lagerfähig sind.

M

Maisstärke
Definition:

Maisstärke ist aus Mais gewonnene Stärke und wird vor allem in der Nahrungsmittelverarbeitung (z. B. Pudding, Babynahrung), aber auch in technischen Anwendungen wie z. B. in der Papierproduktion oder im Kosmetikbereich verwendet.

Melasse
Definition:

Sirupartiges, dunkelbraunes, süßes Nebenprodukt der Zuckerherstellung. Die Flüssigkeit enthält noch etwa 50 % Zucker, der aber nicht mehr kristallisiert werden kann. Melasse wird vorwiegend zur Herstellung von Hefen, Alkohol oder auch als Viehfutterzusatz eingesetzt.

Mindestpreis für Zuckerrüben
Definition:

Die EU-Zuckermarktordnung sieht einen Mindestpreis für Quotenrüben vor. Dieser gilt für eine bestimmte Anlieferungsstufe und eine bestimmte Standardqualität. Bei abweichenden Qualitäten werden Zu- und Abschläge vorgenommen.

Modifizierte Stärke
Definition:

Modifizierte Stärken sind durch physi­ka­lische, enzymatische oder chemische Verfahren gewonnene Stärkeerzeugnisse, welche erhöhten techni­schen Anforde­rungen gerecht werden. Wesentliche Eigen­schaften bleiben nach der Modifikation erhalten. Modifizierte Stärken werden in der Lebensmittelindustrie und für technische Anwen­dungen eingesetzt, da sie gegenüber natürlicher Stärke bessere Hitze-, Säure- und Scherstabilität sowie ein besseres Gefrier- und Auftauverhalten aufweisen. Modifizierte Stärken als Lebensmittelzusatzstoffe müssen als solche deklariert werden, wenn sie chemisch verändert wurden, ansonsten – bei physikalischer (Hitze, Druck) oder enzymatischer Modifi­kation – gelten sie als Lebensmittel­zutat und haben keine E-Nummer.

N

Nassmais
Definition:

Erntefrischer Mais wird auch als Nassmais bezeichnet.

Native Stärke
Definition:

Siehe Stärke.

Nicht-Quotenzucker
Definition:

Bezeichnet entsprechend der Zucker­marktordnung jenen Zucker, der die Produktionsquote übersteigt. Dieser kann als Industriezucker (Non-Food) zur Erzeugung von Produkten vorwiegend in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie (Verwendung zur Erzeu­gung von Hefe, Zitronensäure und Vitaminen) vermarktet, in Drittländer exportiert oder ins nächste Zuckerwirtschafts­jahr übertragen werden.

P

Prime Market
Definition:

Untersegment des Marktsegments „equity market.at“ der Wiener Börse, in dem Wertpapiere, die zum Amtlichen Handel oder Geregelten Freiverkehr zugelassen sind und den speziellen Zusatzanforderungen für die Aufnahme in den Prime Market entsprechen, zusammengefasst sind. Der Handel dieser Wertpapiere findet über das Handelssystem Xetra statt. Als Handelsmodell steht der fortlaufende Handel (Fließhandel) mit Auktionen zur Verfügung.

Produktionsabgabe
Definition:

Die Produktionsabgabe auf die Zuckerquoten beträgt 12 € je Tonne und kann seit dem ZWJ 2007|08 bis zu 50 % von den Rübenbauern aufgebracht werden. Für Isoglukose beträgt sie 50 % der für Zucker geltenden Abgabe. Sie ist eine Verwaltungsabgabe an die EU.

Produktionsquote
Definition:

Siehe Zuckerquote.

Q

Quote
Definition:

Siehe Zuckerquote.

Quotenrübe
Definition:

Bezeichnet jene Zuckerrüben, die zur Erfüllung der Produktionsquote für Zucker benötigt werden.

Quotenzucker
Definition:

Jener Zucker, der im Laufe eines Zuckerwirtschaftsjahres im Rahmen der zugeteilten Produktionsquote erzeugt und vermarktet wird.

R

Raffination
Definition:

Der Begriff Raffination bezeichnet allgemein ein technisches Verfahren zur Reinigung, Veredelung, Trennung oder Konzentration von Rohstoffen. Bei Zucker bedeutet dies das Entfärben von braunem Rohzucker (aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe) durch wiederholtes Umkristallisieren.

Ramsar-Konvention
Definition:

„Ramsar-Konvention“ über Feuchtgebiete: Das Überein­kommen über Feuchtgebiete (basierend auf Verhandlungen in Ramsar Iran in 1971), als Ramsar-Konvention bekannt, ist ein völkerrechtlicher Vertrag, in dem sich die unterzeich­nenden Staaten verpflichten, den ökologischen Charakter ihrer Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung zu erhalten und planerisch auf die nachhaltige, ökologisch ausgewogene Nutzung aller Feuchtgebiete in ihren Territorien hinzuarbeiten.

Referenzpreis
Definition:

Der in den Regelungen zum EU-Zuckermarkt festgelegte Referenzpreis für EU-Quotenzucker dient der Ableitung der Rübenmindestpreise und hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Marktpreis, der sich aus Angebot und Nachfrage bildet.

Rohrzucker
Definition:

Aus Zuckerrohr gewonnener Zucker, chemisch ident mit Rübenzucker.

Rohzucker
Definition:

Rohzucker ist ein Halbfertigprodukt des Rohrzuckers oder auch Rübenzuckers, bei dem die Zuckerkristalle noch nicht vollständig von anhaftenden Nichtzuckerstoffen befreit sind, was ihm seine braune Farbe verleiht.

S

Stärke
Definition:

Stärke ist eine organische Verbindung und einer der wichtigsten Reservestoffe in pflanzlichen Zellen. In unseren Breiten wird Stärke hauptsächlich aus Mais, Weizen oder Kartoffeln gewonnen. Um Stärke zu gewinnen, werden die Stärke enthaltenden Pflanzenteile zerkleinert, anschließend folgt die Auswaschung der Stärke. Durch Filtrations- und Zentrifugationsschritte erfolgt die Gewinnung der Stärke. Der letzte Schritt ist schließlich deren Trocknung. Native Stärke liegt dann als weißes Pulver vor.

Stärkemais
Definition:

Der sogenannte Stärkemais oder auch Weichmais ist eine der ältesten Maissorten. Er eignet sich gut als direktes Nahrungsmittel, weil er sich aufgrund seines mehligen Nährgewebes besonders leicht mahlen lässt. Der Stärkemais spielt besonders als Rohstoff für die industrielle Verwertung eine wichtige Rolle.

T

Triticale
Definition:

Die Getreidesorte Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen und verbindet daher, sowohl im Bezug auf Geschmack  als auch auf die Inhaltsstoffe, Eigenschaften dieser beiden Sorten. Triticale wird aufgrund des höheren Stärkegehalts auch als Energiegetreide zur Bioethanolproduktion genutzt.

W

Weißzucker
Definition:

Als Weißzucker wird üblicher Haushaltszucker bezeichnet, der durch Kristallisation und Zentrifugieren gewonnen wird.

Westbalkan-Abkommen
Definition:

Seit dem Herbst 2000 dürfen die aus dem ehemaligen Jugoslawien entstandenen Staaten unter anderem Zucker in begrenzten Mengen zollfrei in die EU einführen. Entsprechende Freihandelsabkommen hat die EU inzwischen mit Kroatien und Serbien geschlossen.

Wirtschaftsjahr
Definition:

Siehe Zuckerwirtschaftsjahr, Getreidewirtschaftsjahr.

WTO (World Trade Organisation)
Definition:

Welthandelsorganisation mit Sitz in Genf|Schweiz, in der zur Zeit 157 Mitgliedsstaaten die Liberalisierung des Welthandels verhandeln.

Z

ZMO
Definition:

Siehe Zuckermarktordnung.

Zölle
Definition:

Diese dienen dem Schutz heimischer Produkte vor Billigimporten aus Drittländern (Außenschutz). Der Basiszoll für Zucker ist ein Fixbetrag. Zusätzlich wird bei Einfuhren von Zucker im Rahmen der Schutzklausel der so genannte Zusatzzoll als variabler Zollsatz erhoben.

Zucker
Definition:

Zucker wird in Europa aus der Zuckerrübe gewonnen. In subtropischen und tropischen Regionen der Erde ist Zuckerrohr Hauptrohstoff für die Zuckerproduktion. Unter „Zucker“ wird meistens Haushaltszucker, also Saccharose verstanden, neben dieser gibt es aber auch noch eine Reihe anderer Zuckerarten, wie z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker oder Milchzucker. Sie alle zählen zur Nähr­stoffgruppe der Kohlenhydrate.

Zuckerextraktion
Definition:

Zuckerextraktion: Als Extraktion wird jener Prozess bezeichnet, bei dem Zucker aus den Rübenschnitzeln mit Hilfe von heißem Wasser herausgelöst wird. Endprodukt dieser Extraktion ist Rohsaft, der rund 98 % des in der Rübe enthaltenen Zuckers beinhaltet.

Zuckergewinnung
Definition:

Bei der Zuckergewinnung aus der Zucker­rübe wird aus Rübenschnitzeln Rohsaft gewonnen, der in mehreren Schritten gereinigt und schließlich so lange eingedickt wird, bis daraus Zucker kristallisiert. Durch mehrmaliges Umkristallisieren wird der Zucker gereinigt, sodass man saubere, weiße Kristalle erhält. Diese Kristalle haben einen Saccharosegehalt von annähernd 100 %. Damit ist Zucker also ein hochreines Lebensmittel und beinahe unbegrenzt haltbar.

Zuckermarktordnung (ZMO)
Definition:

Das seit 1968 bestehende EU-Regelwerk aus Quoten und Zöllen dient der gemeinsamen Marktorganisation für Zucker und der Sicherung einer heimischen Zuckerproduktion.

Zuckerquote
Definition:

Im Rahmen der Europäischen Zuckermarktordnung ist für jeden Zucker produzierenden EU-Mitgliedsstaat eine Produktionsmenge für Zucker und Isoglukose festgelegt. Diese Menge ist wiederum auf die produzierenden Unternehmen heruntergebrochen und als Produktionsquote fixiert. Damit wird die Produktion beschränkt und Überschüsse werden minimiert.

Zuckerrübe
Definition:

Die Zuckerrübe ist eine landwirtschaftliche Kulturpflanze, die fast ausschließlich der Herstellung von Rübenzucker dient. Die Zuckerrübe besteht aus dem Rübenkopf und dem Wurzelkörper. Im Wurzelkörper ist Saccharose gespeichert, welche in der Zuckerfabrik gewonnen wird.

Zuckerwirtschaftsjahr (ZWJ)
Definition:

Das Zuckerwirtschaftsjahr der Europäischen Union beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September des darauffolgenden Jahres. Dieser Bezugszeitraum gilt für alle Regelungen zum EU-Zuckermarkt.

B

BFS
Kürzel für:Brutto-Finanzschulden

-> Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten
-> Verbindlichkeit aus Anleihen
-> Leasingverbindlichkeiten

C

CE
Kürzel für:Capital employed

(SAV + IAV) +WC

D

Dividendenrendite
Definition:

Dividende pro Aktie / Schlusskurs * 100

E

EBIT
Kürzel für:Operating profit before exceptional items

Ergebnis der Betriebstätigkeit

EBITDA
Kürzel für:Earnings before Interest, Tax, Deprecation and Amortization

Operatives Ergebnis + operative Abschreibungen

EBITDA-Marge
Definition:EBITDA * 100 / Umsatz
EKQ
Kürzel für:Eigenkapital-Quote

Dividende pro Aktie / Schlusskurs * 100

EPS
Kürzel für:Earnings per Share

Konzernjahresüberschuss / Aktienanzahl

EVS
Kürzel für:Equity value per Share

Anteil der Aktionäre am Eigenkapital / Aktienanzahl

F

FCF
Kürzel für:Free Cash Flow

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit plus Cash Flow aus Investitionstätigkeit

G

Gearing
Definition:

NFS / Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile * 100

I

IAV
Kürzel für:

Immaterielle Vermögenswerte mit Geschäfts-/Firmenwert

K

KGV
Kürzel für:Kurs-Gewinn-Verhältnis (Ultimo)

Schlusskurs / EPS

N

NFS
Kürzel für:Nettofinanzschulden

BFS - (Kassa + Scheck + so. Bankguthaben + kurzfristige Wertpapiere + langfristige Wertpapiere)

O

Operative Marge
Definition:

Operatives Ergebnis * 100 / Umsatz

Operatives Ergebnis
Definition:

Earnings before Interest and Tax (vor Ergebnis aus Sondereinflüssen)

R

ROCE
Kürzel für:Return on Capital employed

(Operatives Ergebnis / Capital employed) * 100

ROS
Kürzel für:Return on Sales

Ergebnis vor Steuern * 100 / Umsatz

S

SAV
Kürzel für:Sachanlagevermögen

W

WC I
Kürzel für:Working Capital

Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Sonstige Vermögensgegenstände - kurzfristige Rückstellungen - kurzfristige erhaltene Anzahlungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - Sonstige Verbindlichkeiten

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