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Rückblick
& Highlights 2016|17

Überblick über das Geschäftsjahr 2016|17

Alle Segmente trugen zur deutlichen Ergebnisverbesserung bei

  • Umsatz: 2.561,3 Mio. € (+3,4 %; Vorjahr: 2.477,6 Mio. €)
  • Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT): 172,4 Mio. € (+33,6 %; Vorjahr: 129,0 Mio. €)
  • EBIT-Marge: 6,7 % (Vorjahr: 5,2 %)
  • Konzernergebnis: 117,9 Mio. € (+45,7 %; Vorjahr: 80,9 Mio. €)

  • Ergebnis je Aktie: 7,131 € (+22,5 %; Vorjahr: 5,82 €)
  • Eigenkapitalquote: 56,9 % (Vorjahr: 53,5 %)
  • Gearing2: 17,0 % (Vorjahr: 33,8 %)
  • Dividendenvorschlag von 4,00 € (Vorjahr: 4,00 €) je Aktie

Highlights 2016|17

Mitarbeiter 3:
8.638 (+1,5 %; Vorjahr: 8.510)

Erfolgreiche Kapitalerhöhung und Erhöhung des Streubesitzes

Nachhaltigkeit in der
Lieferkette

Übernahme des argentinischen Fruchtzubereitungsherstellers Main Process S.A.

Erfolgreiche Kapitalerhöhung und
Erhöhung des Streubesitzes

Bekenntnis zum Kapitalmarkt

AGRANA hat gegen Ende des Geschäftsjahres 2016|17 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital, u.a. im Sinne einer Streubesitzausweitung, erfolgreich abgeschlossen. 1,42 Mio. Stück neue Aktien gemeinsam mit 500.000 bestehenden AGRANA-Aktien aus dem Direktbestand von Südzucker wurden an institutionelle Anleger sowie bestehende Privataktionäre platziert. Mit dem Angebotspreis von 100 € je neuer AGRANA-Aktie konnte AGRANA aus der Barkapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös von rund 142 Mio. € erzielen. Durch den Bezugsrechtsverzicht der Kernaktionäre wurde der Streubesitz deutlich von 7,3 % auf 18,9 % erhöht, mit dem Ziel die Kapitalmarktpräsenz der AGRANA zu verbessern und die handelbare Liquidität wieder nachhaltig zu erhöhen.

Auch die neuen AGRANA-Aktien sind mit einer Dividendenberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2016|17 ausgestattet. AGRANA wird die Dividendenpolitik auch weiterhin im Sinne ihrer Aktionäre, mit einem besonderen Fokus auf Kontinuität, gestalten.

Übernahme des argentinischen Fruchtzubereitungsherstellers Main Process S.A.

Im Segment Frucht hat AGRANA mit der Akquisition eines Fruchtzubereitungswerkes in Argentinien 2016|17 ein Projekt umgesetzt, das auch verstärkt auf eine Verbreiterung der Produktpalette für den Non-Dairy-Bereich (Speiseeis, Backwaren, Toppings etc.) abzielt.

Das im Nordosten Argentiniens liegende Unternehmen erzielte mit seinen rund 175 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 19 Mio. €.

Main Process S.A. ist neben Standard-Fruchtzubereitungen für Joghurts und Eiscremen auf die Herstellung von Sirupen für Getränke oder Füllungen für Backwaren spezialisiert. Gerade Lateinamerika ist bei speziellen Fruchtzubereitungen für Getränke und Smoothies sowie bei nichtfruchtigen Lösungen wie Schokolade-Toppings oder Karamellsirupen ein Wachstumsmarkt. Neben dem Kerngeschäft mit industriellen Kunden (Molkereien, Bäckereien) liegen zusätzliche Absatzchancen im Kundensegment „Quick-Service-Restaurants“ (z.B. Fast Food) und „Food Services“ (z.B. Hotellerie, Catering).

"Der Erwerb von Main Process bedeutet einen weiteren Schritt zur nachhaltigen Stärkung unserer Marktführerschaft im Bereich Fruchtzubereitungen. Das breite Produktsortiment von Main Process sowohl im Milch- als auch im Nicht-Molkereibereich fügt sich ideal in unser diversifiziertes Produktportfolio", betont AGRANA-CEO Johann Marihart.

Nachhaltigkeit in der Lieferkette

AGRANA hat im Geschäftsjahr 2016|17 die Umsetzung ihrer-Grundsätze für die Beschaffung agrarischer Rohstoffe und Vorprodukte, die den Einsatz guter landwirtschaftlicher Praxis (GLP) und fairer Arbeitsbedingungen vorschreiben, weiter vorangetrieben. Wesentliche Bedeutung kam bei der Dokumentation nachhaltigen Wirtschaftens das Farm Sustainability Assessment (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) zu.

Auch im Berichtsjahr 2016|17 nahmen wieder zahlreiche Vertragslieferanten von Zuckerüben und Kartoffeln, sowie in Pilotprojekten auch erstmals Fruchtlieferanten, an der betrieblichen Selbstbewertung bezüglich nachhaltiger Anbaupraktiken teil. Die teilnehmenden Vertragslieferanten von Zuckerrüben und Kartoffeln erzielten Gold- und Silber-Status in ihren Selbstbewertungen. Im Geschäftsjahr 2017|18 wird die bisher freiwillige Beantwortung des FSA-Fragebogens zusätzlich für eine Auswahl an Vertragslieferanten verpflichtend. Entsprechend dem im Juni 2016 veröffentlichten „SAI FSA Implementation Framework“ ist zukünftig auch die externe Verifizierung der Selbstauskünfte vorgesehen.

Im Geschäftsjahr 2016|17 verfügten 13 % der im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen verarbeiteten Rohstoffe und Vorprodukte über eine Nachhaltigkeitszertifizierung, wobei der größte Teil auf bio-zertifizierte Rohstoffe, der Rest auf nach einem branchenweit bedeutenden Kundenstandard sowie nach dem Rainforest Alliance-Standard (RFA) zertifizierte Rohstoffe entfiel. Der RFA-Standard sowie der genannte kundenspezifische Standard werden im Rahmen des Abgleiches mit den Anforderungen des Farm Sustainability Assessments (FSA) der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) mit Silber-Status bewertet. Da sich Bio-Standards ausschließlich auf die landwirtschaftliche Praxis konzentrieren und viele Bereiche wie Arbeitsschutz, Menschenrechte etc. nicht berühren, ist eine Bio-Zertifizierung alleine nicht ausreichend, um ein genügend hohes Scoring im SAI-Benchmarking zu erreichen. Ähnliches gilt z.B. auch für eine Zertifizierung nach GlobalGAP, wobei es dafür bereits die sogenannte GRASP-Erweiterung gibt, die auch soziale Nachhaltigkeitsaspekte abdeckt. In Zukunft wird diese Ergänzung auch für den Bio-Sektor verfügbar sein. Um ihre Lieferanten auch bezüglich der Einhaltung sozialer Aspekte zu bewerten, hat AGRANA sie zur Teilnahme an der Supplier Ethical Exchange Database (SEDEX) eingeladen.

1 Ergebnis je Aktie auf Basis der neuen Aktienanzahl von 15.622.244 Stück zum Stichtag 28. Februar 2017
2 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)
3 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)

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