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Glossar

ActiProt®
Definition:

Stellt eine Eigenmarke von AGRANA dar und bezeichnet ein hochwertiges Eiweißfuttermittel. Diese sogenannte Trockenschlempe (Distillers Dried Grains with Solubles, DDGS) fällt in Anlagen zur Herstellung von Bioethanol auf Basis von stärkehaltigen Getreiden nach Trocknung der Rückstände aus der Destillation (Schlempe) an. Die Trockenschlempe wird pelletiert; dieses so entstandene lagerfähige Futtermittel wird DDGS genannt. Aufgrund seines hohen Proteingehaltes von mindestens 30 % und eines vorteilhaften Energiegehaltes wird DDGS als Futtermittel für Nutztiere, vorzugsweise Milchvieh, verwendet. Im AGRANA-Konzern wird dieses Koppelprodukt in der Bioethanolanlage in Pischelsdorf|Österreich erzeugt, wo grundsätzlich Mais, Weizen, Tritikale und Melasse verarbeitet werden. Wie alle anderen Produkte, die AGRANA auf den Markt bringt, ist auch ActiProt® gentechnikfrei.

Agroforstwirtschaft

Agroforstwirtschaft bezeichnet ein Produktionssystem, das Elemente der Landwirtschaft mit denen der Forstwirtschaft kombiniert. Solche Systeme werden besonders in Gebieten mit tropischem Regenwald angewendet und als ökologisch vorteilhaft gegenüber einer Rodung angesehen. Sie sind artenreich, stabilisieren den Wasserhaushalt und schützen den Boden vor Erosion.

Biodiversität

Biodiversität oder biologische Vielfaltbezeichnet gemäß der Biodiversitäts-Konvention (Conventionon Biological Diversity – CBD) „die Variabilitätunter lebenden Organismen jeglicher Herkunft,darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstigeaquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe,zu denen sie gehören“. Damit umfasst sie die Vielfaltinnerhalb von Arten und die Vielfalt zwischen den Artensowie die Vielfalt der Ökosysteme. Die Erhaltung undnachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt gelten alswichtige Grundlagen für das menschliche Wohlergehen.Die Zerstörung und Zerstückelung von Lebensräumenwird als größte Gefahr für die biologische Vielfalt aufder Erde gesehen.

Bioethanol
Definition:

Bioethanol ist ein durch Gärung auskohlehydrathaltiger Biomasse (nachwachsenden Kohlenstoffträgern)hergestellter Kraftstoff. Er verfügt übereinen Alkoholanteil von mindestens 99 Volumprozentund ist de facto wasserfrei. In Europa wird Bioethanolaufgrund der klimatischen Gegebenheiten vorwiegendaus stärkehaltigen Getreidearten oder Zuckerrübengewonnen. Bioethanol ist gegenüber fossilen EnergieträgernCO2-neutral und unterscheidet sich in seinenphysikalischen Eigenschaften von denen des Benzins.Daher ist für die Reinverwendung (sogenannte „Highblends“)eine Anpassung der Motoren erforderlich. Fürsogenannte „Lowblends“ (z. B. E10) ist eine Anpassungder Motoren nicht notwendig.

Biogas
Definition:

Biogas enthält Methan als brennbare Komponente,die durch Vergärung von Biomasse in Biogasanlagenhergestellt und zur Erzeugung von Bioenergieverwendet wird. Biogas kann aus vergärbaren biomassehaltigenReststoffen wie Klärschlamm, Bioabfalloder Speiseresten, Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist)oder auch aus gezielt angebauten Energiepflanzen,also nachwachsenden Rohstoffen, gewonnen werden.

Bruttowertschöpfung

Bruttowertschöpfung, als Kennzahl der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, definiert sich als Gesamtwert der im Produktionsprozess erzeugten Waren und Dienstleistungen (Bruttoproduktionswert) abzüglich dem Wert der im Produktionsprozess verbrauchten, verarbeiteten oder umgewandelten Waren und Dienstleistungen (Vorleistungen). Anders ausgedrückt bemisst die Bruttowertschöpfung jenen Betrag, der für die Entlohnung der Produktionsfaktoren Arbeit (Löhne und Gehälter) und Kapital (Gewinn, Fremdkapitalzinsen und Abschreibungen) zur Verfügung steht. Direkte Effekte: Die direkten Effekte umfassen jenen Wert an Bruttowertschöpfung oder Beschäftigung, der direkt im betrachteten Unternehmen erwirtschaftet oder an Beschäftigung generiert wird. Indirekte Effekte: Indirekte Effekte entstehen durch Vorleistungsverflechtungen des betrachteten Unternehmens in andere Sektoren (z. B. Klinik benötigt an Vorleistungen Medikamente, Strom etc. – dadurch wird die Endnachfrage in der pharmazeutischen Industrie und in der Elektrizitätswirtschaft angeregt; diese Unternehmen benötigen wiederum Vorleistungen, usw.) Induzierte Effekte: Die im direkten und indirekten Effekt geschaffenen bzw. abgesicherten Arbeitsplätze generieren Einkommen, die von den Beschäftigten wieder (v. a. zu Konsumzwecken) ausgegeben werden. Dies regt die Endnachfrage in den entsprechenden Sektoren (besonders im Einzelhandel) an. Wertschöpfungsmultiplikator: Der Wertschöpfungsmultiplikator stellt dar, um wie viel der totale Effekt den ursprünglichen, direkten Effekt übersteigt. Je höher der Multiplikator, desto größer der regionalwirtschaftliche „Hebel“. Berechnet wird der Multiplikator als Quotient aus totalem Bruttowertschöpfungseffekt durch direkten Bruttowertschöpfungseffekt.

CO2-Äquivalent
Definition:

Um die Treibhauswirkung von verschiedenen Treibhausgasen vergleich- und somit summierbar zu machen, wird deren Treibhausgaspotenzial (Global Warming Potential) verwendet. Es gibt den Beitrag verschiedener Gase zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre in Form einer äquivalenten Menge CO2 an. Die Treibhauswirkung von einem Kilogramm eines Gases wird dabei als Vielfaches („Äquivalenzfaktor“) der Treibhauswirkung von einem Kilogramm CO2 ausgedrückt.

Cross Compliance-Programm

Agrarpolitische Regelung der EU, die die Auszahlung von Förderungen an die Einhaltung definierter Umweltstandards knüpft.

Defizitländer/-märkte/-regionen
Definition:

Länder, Märkte oder Regionen, die mehr Zucker verbrauchen, als sie selbst produzieren, und ihren Bedarf durch Zuckerimporte decken müssen. Im Zuge der Quotenrückgaben betrifft dies in Europa beispielsweise Länder wie Irland, Italien oder Portugal, aber auch Ungarn und Rumänien.

Drittlandexporte
Definition:

Der durch Lizenzen geregelte Zuckerexport in Drittländer bezeichnet die Ausfuhr von Zucker in Länder außerhalb der EU. Die dafür benötigten Exportlizenzen werden von der EU im Rahmen eines Tenderverfahrens an die Zuckerproduzenten verteilt.

Emission
Definition:

Bedeutet allgemein die Freisetzung von Störfaktoren in die Umwelt. Ein typisches Beispiel dafür sind etwa gasförmige Schadstoffemissionen aus Autos.

Ethanol
Definition:

Ethanol ist eine klare, leicht entzündliche Flüssigkeit. Es wird umgangssprachlich oft als Alkohol bezeichnet. Ethanol ist besonders als Trinkalkohol bekannt, etwa als Anteil in Genussmitteln wie Wein oder Bier. Besonders in der letzten Zeit erfährt Ethanol große Bedeutung – abseits der Lebensmittelindustrie – als Biokraftstoff in Form von Bioethanol (siehe Bioethanol).

EU-Biokraftstoffrichtlinie
Definition:

Die EU-Biokraftstoffrichtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 26. März 2009 regelt den Einsatz von Biokraftstoffen und anderen erneuerbaren Kraftstoffen (z. B. Wind- und Sonnenenergie, Erdwärme oder Wasserkraft) im Verkehrssektor. Die EU-Biokraftstoffrichtlinie gibt den Anteil an erneuerbaren Kraftstoffen am Gesamttreibstoffverbrauch in Energieprozenten vor, lässt dabei aber offen, auf welche Art (Beimischung biogener zu fossilen Kraftstoffen oder Nutzung alternativer Treibstoffe) diese Ziele zu erreichen sind. Als biogene Kraftstoffe im Sinne der Richtlinie gelten Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Biomethanol, Biodimethylether, Bio-ETBE, Bio-MTBE, synthetische Biokraftstoffe, Biowasserstoff und reines Pflanzenöl.

EU-Zuckermarktordnung
Definition:

Siehe Zuckermarktordnung.

F. O. Licht
Definition:

F. O. Licht ist ein führender Analyst der globalen Märkte für Zucker, Ethanol, Melasse, Futterzusatzstoffe, Biokraftstoffe, Kaffee und Tee. F. O. Licht veröffentlicht ein einzigartiges Spektrum an Online- und Print-Berichten und organisiert marktführende Konferenzen für die Zucker- und Ethanolindustrie.

Fermentation
Definition:

Unter Fermentation (Gärung) versteht man in der Biotechnologie die Umsetzung von biologischen Materialien durch den Zusatz von Enzymen (Fermenten) oder aber auch mit Hilfe von Bakterien-, Pilz- und Zellkulturen.

Fruchtsaftkonzentrat
Definition:

Bildet die Basis für Fruchtsaftgetränke und wird an die Fruchtsaft und Getränke produzierende Industrie verkauft. Das vorher dem Obstpresssaft schonend entzogene Wasser wird dem Konzentrat zur Herstellung des Endverbraucherproduktes schließlich wieder in gleicher Menge zugeführt. Das Ergebnis ist ein hochwertiger Saft mit 100 % Fruchtgehalt.

Fruchtzubereitung
Definition:

Qualitativ hochwertige Früchte werden in flüssiger oder stückiger Form aufbereitet und thermisch haltbar gemacht, um diese insbesondere in Molkereiprodukten oder für die Eiscreme- und Backwarenindustrie weiterzuverarbeiten.

Getreidewirtschaftsjahr
Definition:

Beginnt im Juli und endet im darauffolgenden Jahr im Juni.

GVO
Definition:

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO), auch gentechnisch modifizierter Organismus, englisch „Genetically Modified Organism“ (GMO), sind Organismen, deren Erbanlagen mittels gentechnischer Methoden gezielt verändert wurden.

International Grains Council - IGC
Definition:

Der InternationaleGetreiderat ist eine zwischenstaatliche Organisation,die sich mit dem Thema Getreidehandel befasst. DerRat verwaltet seit 1995 auch das Getreidehandelsübereinkommenund hat seinen Sitz in London. Das IGCSekretariatbietet neben Verwaltungsleistungen für denRat auch Dienstleistungen an das Food Aid Committee(Nahrungsmittelhilfe-Ausschuss) an, welches imRahmen der Food Aid Convention (NahrungsmittelhilfeÜbereinkommen)von 1999 errichtet wurde. Viele derIGC-Informationsdienste können abonniert werdenund Analysen des Rates zum Getreidemarkt findenin zahlreichen Branchen- und MarktuntersuchungenVerwendung.

International Organisation for Standardisation - ISO
Definition:

Die Internationale Organisation für Normung ist dieinternationale Vereinigung von Normungsorganisationenund erarbeitet internationale Normen in allen Bereichenmit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für diedie Internationale elektrotechnische Kommission (IEC)zuständig ist, und mit Ausnahme der Telekommunikation,für die die Internationale Fernmeldeunion (ITU)zuständig ist. Gemeinsam bilden diese drei Organisationendie WSC (World Standards Cooperation).

Isoglukose
Definition:

Isoglukose ist ein auf Stärke basierendes,flüssiges Verzuckerungsprodukt, das bei einem Fruktosegehaltvon 42 % der Süße von Zucker entspricht unddaher als Zuckersubstitut verwendet wird. Der Fruktosegehaltkann durch weitere Prozessschritte auf bis zu55 % angehoben werden. Isoglukose wird aus Getreide,v. a. Mais, hergestellt.

Kampagne
Definition:

Verarbeitungszeitraum für agrarischeRohstoffe, die nur für einen begrenzten Zeitraum lagerfähigsind.

Maisstärke
Definition:

Maisstärke ist aus Mais gewonnene Stärkeund wird v. a. in der Nahrungsmittelverarbeitung(z. B. Pudding, Babynahrung), aber auch in technischenAnwendungen wie z. B. in der Papierproduktion oderim Kosmetikbereich verwendet.

Melasse
Definition:

Sirupartiges, dunkelbraunes, süßes Nebenproduktder Zuckerherstellung. Die Flüssigkeitenthält noch etwa 50 % Zucker, der aber nicht mehrkristallisiert werden kann. Melasse wird vorwiegendzur Herstellung von Hefen, Alkohol oder auch als Viehfutterzusatzeingesetzt.

Mindestpreis für Zuckerrüben
Definition:

Die EU-Zuckermarktordnungsieht einen Mindestpreis für Quotenrübenvor. Dieser gilt für eine bestimmte Anlieferungsstufe undeine bestimmte Standardqualität. Bei abweichendenQualitäten werden Zu- und Abschläge vorgenommen.

Modifizierte Stärke
Definition:

Modifizierte Stärken sind durchphysikalische, enzymatische oder chemische Verfahrengewonnene Stärke-Erzeugnisse, welche erhöhten technischenAnforderungen gerecht werden. WesentlicheEigenschaften bleiben nach der Modifikation erhalten.Modifizierte Stärken werden in der Lebensmittelindustrieund für technische Anwendungen eingesetzt,da sie gegenüber natürlicher Stärke bessere Hitze-,Säure- und Scherstabilität sowie ein besseres GefrierundAuftauverhalten aufweisen. Modifizierte Stärkenals Lebensmittelzusatzstoffe müssen als solchedeklariert werden, wenn sie chemisch verändert wurden,ansonsten – bei physikalischer (Hitze, Druck) oderenzymatischer Modifikation – gelten sie als Lebensmittelzutatund haben keine E-Nummer.

Native Stärke
Definition:

Siehe Stärke.

Nicht-Quotenzucker
Definition:

Bezeichnet entsprechend derZuckermarktordnung jenen Zucker, der die Produktionsquoteübersteigt. Dieser kann als Industriezucker(Non-Food) zur Erzeugung von Produkten vorwiegendin der chemischen oder pharmazeutischen Industrie(Verwendung zur Erzeugung von Hefe, Zitronensäureund Vitaminen) vermarktet, in Drittländer exportiertoder ins nächste Zuckerwirtschaftsjahr übertragenwerden.

Prime Market
Definition:

Untersegment des Marktsegmentes„equity market.at“ der Wiener Börse, in dem Wertpapiere,die zum Amtlichen Handel oder Geregelten Freiverkehrzugelassen sind und den speziellen Zusatzanforderungenfür die Aufnahme in den Prime Market entsprechen,zusammengefasst sind. Der Handel dieser Wertpapierefindet über das Handelssystem Xetra statt. Als Handelsmodellsteht der fortlaufende Handel (Fließhandel) mitAuktionen zur Verfügung.

Produktionsabgabe
Definition:

Die Produktionsabgabe auf die Zuckerquoten beträgt 12 € pro Tonne und kann seit dem ZWJ 2007|08 bis zu 50 % von den Rübenbauern aufgebracht werden. Für Isoglukose beträgt sie 50 % der für Zucker geltenden Abgabe. Sie ist eine Verwaltungsabgabe an die EU.

Produktionsquote
Definition:

Siehe Zuckerquote.

Quote
Definition:

Siehe Zuckerquote.

Quotenrübe
Definition:

Bezeichnet jene Zuckerrüben, die zur Erfüllung der Produktionsquote für Zucker benötigt werden.

Quotenzucker
Definition:

Jener Zucker, der im Laufe eines Zuckerwirtschaftsjahres im Rahmen der zugeteilten Produktionsquote erzeugt und vermarktet wird.

Raffination
Definition:

Der Begriff Raffination bezeichnet allgemein ein technisches Verfahren zur Reinigung, Veredelung, Trennung oder Konzentration von Rohstoffen. Bei Zucker bedeutet dies das Entfärben von braunem Rohzucker (aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe) durch wiederholtes Umkristallisieren.

RAMSAR Convention on Wetlands (RAMSAR-Konvention über Feuchtgebiete)
Definition:

Das Übereinkommen über Feuchtgebiete (basierend auf Verhandlungen in Ramsar|Iran in 1971), als Ramsar-Konvention bekannt, ist ein völkerrechtlicher Vertrag, in dem sich die unterzeichnenden Staaten verpflichten, den ökologischen Charakter ihrer Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung zu erhalten und planerisch auf die nachhaltige, ökologisch ausgewogene Nutzung aller Feuchtgebiete in ihren Territorien hinzuarbeiten.

Referenzpreis
Definition:

Der in den Regelungen zum EU-Zuckermarkt festgelegte Referenzpreis für EU-Quotenzucker dient der Ableitung der Rübenmindestpreise und hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Marktpreis, der sich aus Angebot und Nachfrage bildet.

Rohrzucker
Definition:

Aus Zuckerrohr gewonnener Zucker, chemisch ident mit Rübenzucker.

Rohzucker
Definition:

Rohzucker ist ein Halbfertigprodukt des Rohr- oder auch Rübenzuckers, bei dem die Zuckerkristalle noch nicht vollständig von anhaftenden Nichtzuckerstoffen befreit sind, was ihm seine braune Farbe verleiht.

Stärke
Definition:

Stärke ist eine organische Verbindung und einer der wichtigsten Reservestoffe in pflanzlichen Zellen. In unseren Breiten wird Stärke hauptsächlich aus Mais, Weizen oder Kartoffeln gewonnen. Um Stärke zu gewinnen, werden die Stärke enthaltenden Pflanzenteile zerkleinert, anschließend folgt die Auswaschung der Stärke. Durch Filtrations- und Zentrifugationsschritte erfolgt die Gewinnung der Stärke. Der letzte Schritt ist schließlich deren Trocknung. Native Stärke liegt dann als weißes Pulver vor.

Tritikale
Definition:

Die Getreidesorte Tritikale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen und verbindet daher, sowohl in Bezug auf Geschmack als auch auf Inhaltsstoffe, Eigenschaften dieser beiden Sorten. Tritikale wird aufgrund des höheren Stärkegehaltes auch als Energiegetreide zur Bioethanolproduktion genutzt.

Weißzucker
Definition:

Als Weißzucker wird üblicher Haushaltszucker bezeichnet, der durch Kristallisation und Zentrifugieren gewonnen wird.

Westbalkan-Abkommen
Definition:

Seit dem Herbst 2000 dürfen die aus dem ehemaligen Jugoslawien entstandenen Staaten u. a. Zucker in begrenzten Mengen zollfrei in die EU einführen. Entsprechende Freihandelsabkommen hat die EU inzwischen mit Kroatien und Serbien geschlossen.

World Trade Organisation - WTO
Definition:

Welthandelsorganisation mit Sitz in Genf|Schweiz, in der zur Zeit 157 Mitgliedstaaten die Liberalisierung des Welthandels verhandeln.

ZMO
Definition:

Siehe Zuckermarktordnung.

Zölle
Definition:

Diese dienen dem Schutz heimischer Produktevor Billigimporten aus Drittländern (Außenschutz).Der Basiszoll für Zucker ist ein Fixbetrag. Zusätzlichwird bei Einfuhren von Zucker im Rahmen der Schutzklauselder sogenannte Zusatzzoll als variabler Zollsatzerhoben.

Zucker
Definition:

Zucker wird in Europa aus der Zuckerrübe gewonnen. In subtropischen und tropischen Regionender Erde ist Zuckerrohr Hauptrohstoff für die Zuckerproduktion.Unter „Zucker“ wird meistens Haushaltszucker,also Saccharose verstanden, neben dieser gibtes aber auch noch eine Reihe anderer Zuckerarten,wie z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker oder Milchzucker.Sie alle zählen zur Nährstoffgruppe der Kohlehydrate.

Zuckerextraktion
Definition:

Zuckerextraktion: Als Extraktion wird jener Prozess bezeichnet, bei dem Zucker aus den Rübenschnitzeln mit Hilfe von heißem Wasser herausgelöst wird. Endprodukt dieser Extraktion ist Rohsaft, der rund 98 % des in der Rübe enthaltenen Zuckers beinhaltet.

Zuckergewinnung
Definition:

Bei der Zuckergewinnung aus derZuckerrübe wird aus Rübenschnitzeln Rohsaft gewonnen,der in mehreren Schritten gereinigt und schließlichso lange eingedickt wird, bis daraus Zucker kristallisiert. Durch mehrmaliges Umkristallisieren wird der Zuckergereinigt, sodass man saubere, weiße Kristalle erhält. Diese Kristalle haben einen Saccharosegehalt von annähernd 100 %. Damit ist Zucker also ein hochreines Lebensmittel und beinahe unbegrenzt haltbar.

Zuckermarktordnung

Das seit 1968 bestehende EU-Regelwerk aus Quoten und Zöllen dient der gemeinsamen Marktorganisation für Zucker und der Sicherung einer heimischen Zuckerproduktion.

Zuckerquote
Definition:

Im Rahmen der Europäischen Zuckermarktordnung ist für jeden zuckerproduzierenden EU-Mitgliedstaat eine Produktionsmenge für Zucker und Isoglukose festgelegt. Diese Menge ist wiederum auf die produzierenden Unternehmen heruntergebrochen und als Produktionsquote fixiert. Damit wird die Produktion beschränkt und Überschüsse werden minimiert.

Zuckerrübe
Definition:

Die Zuckerrübe ist eine landwirtschaftliche Kulturpflanze, die fast ausschließlich der Herstellung von Rübenzucker dient. Die Zuckerrübe besteht aus dem Rübenkopf und dem Wurzelkörper. Im Wurzelkörper ist Saccharose gespeichert, welche in der Zuckerfabrik gewonnen wird.

Zuckerwirtschaftsjahr - ZWJ
Definition:

Das Zuckerwirtschaftsjahr der Europäischen Union beginnt jeweils am 1. Oktober und endet am 30. September des darauffolgenden Jahres. Dieser Bezugszeitraum gilt für alle Regelungen zum EU-Zuckermarkt.

BFS
Kürzel für:Brutto-Finanzschulden

-> Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten
-> Verbindlichkeit aus Anleihen
-> Leasingverbindlichkeiten

CE
Kürzel für:Capital employed

(SAV + IAV) +WC

EBIT
Kürzel für:Operating profit before exceptional items

Ergebnis der Betriebstätigkeit

EBITDA
Kürzel für:Earnings before Interest, Tax, Deprecation and Amortization

Operatives Ergebnis + operative Abschreibungen

EPS
Kürzel für:Earnings per Share

Konzernjahresüberschuss / Aktienanzahl

EVS
Kürzel für:Equity value per Share

Anteil der Aktionäre am Eigenkapital / Aktienanzahl

FCF
Kürzel für:Free Cash Flow

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit plus Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Gearing
Definition:

NFS / Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile * 100

IAV
Kürzel für:

Immaterielle Vermögenswerte mit Geschäfts-/Firmenwert

KGV
Kürzel für:Kurs-Gewinn-Verhältnis (Ultimo)

Schlusskurs / EPS

NFS
Kürzel für:Nettofinanzschulden

BFS - (Kassa + Scheck + so. Bankguthaben + kurzfristige Wertpapiere + langfristige Wertpapiere)

ROCE
Kürzel für:Return on Capital employed

(Operatives Ergebnis / Capital employed) * 100

ROS
Kürzel für:Return on Sales

Ergebnis vor Steuern * 100 / Umsatz

SAV
Kürzel für:Sachanlagevermögen
WC I
Kürzel für:Working Capital

Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Sonstige Vermögensgegenstände - kurzfristige Rückstellungen - kurzfristige erhaltene Anzahlungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - Sonstige Verbindlichkeiten

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