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Segment
Frucht

Basics

Ebene der Geschäftsbeziehung B2B Produkte Fruchtzu­bereitungen, Fruchtsaft­konzentrate, Direktsäfte, Fruchtweine, natürliche Aromen und Getränkegrundstoffe Verarbeitete Rohstoffe Früchte (Hauptrohstoff für Fruchtzubereitungen: Erdbeeren; Rohstoffe für Fruchtsaftkonzentrate: Äpfel und Beeren)
Hauptmärkte Weltweit tätig Abnehmer Molkerei-, Eiscreme-, Backwaren-, Food Service- und Getränkeindustrie Besondere Stärken Maßgeschneiderte, innovative Produkte

Geschäftsentwicklung im
Segment Frucht

Umsatzerlöse und EBIT im Segment Frucht

Der Umsatz im Segment Frucht stieg im Geschäftsjahr 2016|17 um 6,7 % auf 1.155,5 Mio. €. Bei Frucht­zubereitungen gab es neben einer positiven Absatzentwicklung auch eine positive Preisentwicklung, die aber durch Fremdwährungseffekte (v. a. in Ägypten, Argentinien, China, Mexiko, Russland und in der Ukraine) negativ beeinflusst wurde, was insgesamt nur zu einem leichten Umsatzanstieg führte. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate stiegen die Umsatzerlöse aufgrund einer positiven Verkaufspreisentwicklung bei Apfelsaftkonzentraten aber auch bei Spezialitäten deutlich. Der Anteil des Segmentes Frucht am Konzernumsatz betrug 45,1 % (Vorjahr: 43,7 %).

Das Segment Frucht erzielte ein EBIT von 71,8 Mio. €, welches damit deutlich (+22,1 %) über dem Vergleichswert des Vorjahres lag. Im Wesentlichen trug das Fruchtsaftkonzentratgeschäft – v. a. wegen höherer Apfelsaftkonzentrat- und Spezialitätenpreise aus der Ernte 2015 – zur deutlichen Ergebnis­verbesserung bei. Der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen zeigte eine stabile Ergebnissituation, wobei die Entwicklung in den Regionen teils sehr unterschiedlich war.

Umsatzerlöse im Segment Frucht

EBIT im Segment Frucht

Umsatz nach Produktgruppen
2016|17

Marktumfeld

Die außereuropäischen Märkte, v. a. Asien, aber auch Nordafrika und der Nahe Osten, verzeichnen im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ein deutliches Wachstum. In gesättigten Märkten wie in der EU und den USA ist ein verstärkter Konsum von „Plain Joghurt“ (Naturjoghurt) im Trend. In Lateinamerika hat sich das Wachstum v. a. aufgrund der wirtschaftlichen Probleme in Brasilien etwas eingebremst. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Konsumgütermärkte Eiscremes, Food-Services und Backwaren weiter wachsen werden.

Gesundheit und Wohlbefinden, Natürlichkeit und Genuss blieben ähnlich wie in den Vorjahren die Megatrends im Geschäftsjahr 2016|17. Diesen Trends wird bei der Entwick­lung neuer Produkte – teilweise auch in Kombination – Rechnung getragen: Produkte, die v. a. in hohem Maße Genuss versprechen, werden mit dem Produktversprechen Natürlichkeit kombiniert.

Neben der Auslobung „Clean Label“ für Produkte mit hohem Natürlichkeitsanspruch boomt auch die Nachfrage nach Joghurts mit geschichteten Früchten („Fruit Layers“). Diese Produktlösung verspricht ein intensives Geschmackserlebnis, natürliche Anmutung (die Früchte sind stückig erkennbar) und ist gleichzeitig ein Wellness-Produkt. Auch neue Geschmacksrichtungen mit der Kombination verschiedener Fruchtsorten oder Früchten aus exotischen Herkunftsländern sind ein aktueller Trend, ebenso wie Produkte mit differenzierten und raffinierten Geschmacksprofilen.

Milchfreie Alternativen zum klassischen Fruchtjoghurt bleiben weiterhin im Trend, auch hier steht das positive Gesundheitsimage im Mittelpunkt. Wenn in den letzten Jahren v. a. Soja als neuer Trend neben Milchjoghurts angepriesen wurde, so geht dieser seit kurzem in Richtung Kokosnussmilch, Mandel oder Reis.

Fruchtsaftkonzentrate

Im Konzentratgeschäft ist der Trend zu niedrigeren Fruchtanteilen in Getränken sowie direkt gepressten 100 %-Säften weiterhin ungebrochen. Global entwickeln sich die Absätze von 100 %-Fruchtsäften (aus Konzentraten) und Nektaren weiterhin leicht rückläufig, auch wenn relevante europäische Märkte wie Deutschland eine leichte Erholung bzw. Stabilität verzeichnen. Die Nach­frage wird hier stark von in den Medien kommunizierten Gesund­heitsthemen wie „Fettleibigkeit“ und „Zuckerreduktion in Getränken“ überlagert. Speziell der nordamerikanische Markt ist stark unter Druck, was sich in der Nachfrage nach Konzentraten widerspiegelt. Stabil bis leicht wachsend sind weiterhin die Märkte Naher Osten und Afrika, wobei letzterer einen starken Nachfrageanstieg nach Produkten mit der Auslobung „natürlich“ ausweist.

Weiterhin sinkende Verkaufsmengen verzeichnen aufgrund der politischen Situation die Ukraine und Russland. Hier trägt die Währungspolitik maßgeblich zur Marktbildung bei. Das Preisniveau bei Fruchtsaftkonzentraten hat sich in Europa im Vergleich zum Vorjahr aufgrund
der erwarteten Erntemengen in den Hauptanbaugebieten wieder deutlich nach unten entwickelt.

Rohstoff und Produktion

Das Geschäftsjahr 2016|17 war im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen von guten Einkaufsbedingungen gekennzeichnet. Die Ernten waren teils überdurchschnittlich gut, die Rohstoffpreise im Verlauf des Jahres sinkend und niedriger als im Vorjahr. In Ländern wie Russland, der Türkei und Ägypten konnte die schwächere Landeswährung zu einem Vorteil in der Beschaffungspolitik genützt werden, ebenso in Ländern mit „1st Transformation“-Produktion wie in der Ukraine und in Mexiko.

Seit 2016|17 wurden auch verstärkt Tochtergesellschaften mit geringerem Beschaffungsvolumen obligat in den globalen Einkauf eingebunden, um zusätzliche Einsparungen durch Bündelung und Materialsubstituierung sowie optimierte Deckung zu lukrieren.

Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate lagen die verfügbaren Apfelmengen in den Hauptver­arbeitungsregionen in Europa (Polen und Ungarn) über den Mengen des Vorjahres. Lokale Fröste, etwa in Süd- und Ostösterreich, Westungarn und den Balkanländern, hatten nur eine unwesentliche Auswirkung. Die gute Versorgungslage führte zu teilweise deutlich geringeren Rohstoffpreisen gegenüber dem Vorjahr. Die europäischen Fruchtsaftkonzentratwerke waren in der Kampagne 2016 gut ausgelastet. In China verlief die Produktionssaison sogar über Vorjahresniveau.

Die Beerenverarbeitungssaison war in Summe von guten Mengenverfügbarkeiten bei den Hauptfrüchten gekennzeichnet. Die Preise für die wichtigsten Rohstoffe (Erdbeere, Sauerkirsche, Schwarze Johannisbeere; ausgenommen Himbeere) lagen unter dem Vorjahresniveau.

 

Produktionsablauf
Fruchtzubereitungen

Produktionsablauf
Fruchtsaftkonzentrate

Investitionen

Die Investitionen 2016|17 im Segment Frucht betrugen 33,8 Mio. € (Vorjahr: 41,7 Mio. €) und betrafen sowohl Kapazitätserweiterungen als auch Instandhaltungsmaß­nahmen. Auszug an wesentlichen Projekten:

  • Dritte Produktionslinie in Lysander|USA
  • Installation einer Bag-in-Box-Verpackungsanlage in Botkins|USA
  • Installation einer neuen Produktionslinie in Mitry-Mory|Frankreich

Anteil am Konzern-Investitionsvolumen 2016|17

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