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Rückblick
& Highlights 2015|16

Überblick über das Geschäftsjahr 2015|16

  • Segmente Stärke und Frucht tragen das Ergebnis der Gruppe
  • Umsatz: 2.477,6 Mio. € (Vorjahr: 2.493,5 Mio. €)
  • Ergebnis aus Sondereinflüssen: –3,1 Mio. € (Vorjahr: 5,7 Mio. €)
  • Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT): 129,0 Mio. € (Vorjahr: 121,7 Mio. €)
  • EBIT-Marge: 5,2 % (Vorjahr: 4,9 %)

  • Leicht positives EBIT im Segment Zucker, aber Rückgang im Vergleich zum Vorjahr durch niedrige Preise
  • Konzernergebnis: 80,9 Mio. € (Vorjahr: 84,6 Mio. €)
  • Ergebnis je Aktie: 5,82 € (Vorjahr: 5,70 €)
  • Eigenkapitalquote: 53,5% (Vorjahr: 49,6 %)
  • Gearing 1: 33,8 % (Vorjahr: 27,7 %)
  • Dividendenvorschlag von 4,00 € (Vorjahr: 3,60 €) je Aktie

1 Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Eigenkapital)

Mehr Highlights 2015|16

Mitarbeiter2:
8.510 (Vorjahr: 8.550)

Spezialitätenstrategie, Optimierungsmaßnahmen & Wachstum

Sustainable Agriculture Initiative (SAI)

Ökonomischer Fußabdruck der AGRANA-Gruppe

2 Durchschnittlich in der Periode beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)

Spezialitätenstrategie, Optimierungsmaßnahmen & Wachstum

Stärke
  • Fokus auf Spezialitäten bzw. Produkte mit höherer Veredelungsstufe
  • Schwerpunkt auf Bio- u. GVO-freie Stärken sowie Clean Label- Produkte, z.B. Green Glues
  • Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffindustrie
  • Rohstoffseitig: Verarbeitung spezieller Maisarten im Kontraktanbau, wie Wachsmais oder Bio-Mais
Frucht
  • Fruchtsaftkonzentrate: Spezialprodukte wie Grundstoffe für Getränkeindustrie, z.B. Konzentrate für Energydrinks und natürliche Aromen
Zucker
  • Spezialprodukte
  • Pflege regionaler Markenprodukte
Höhere Ausbeuten, Nebenprodukteveredelung und Kapazitätsausweitung
  • Ausbau der Melasseentzuckerung in Tulln und neues Produkt ActiBeet®: natürliches Betain aus Rübenmelasse
  • Errichtung einer neuen Verdampfstation in Leopoldsdorf (Qualitätsverbesserung und CO2-Reduktion durch Senkung des Primärenergieeinsatzes)
  • Neuer Verpackungs-,Lager u. Logistik-Hub in Zuckerfabrik Kaposvar|HU
  • Start Kapazitätsausbau und Höherveredelungsinvestition in der Maisstärkefabrik Aschach|Ö
  • Erneuerungsinvestitionen und Kapazitätserweiterung im Kindernahrungsbereich in der Kartoffelstärkefabrik Gmünd|Ö
  • Bau eines zusätzlichen IQF-Tunnels in Mexiko sowie weitere Produktionslinien im Fruchtzubereitungsbereich (Lysander|USA, Mitry|FRA)

Sustainable Agriculture Initiative (SAI) / Lieferkette

Einführung des Farm Sustainability Assessment der Sustainable Agriculture Initiative

Nachhaltigkeitsaktivitäten im Rahmen der Rohstoffbeschaffung von agrarischen Produzenten sind für AGRANA schon immer integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Um Nachhaltigkeitsaspekte noch strukturierter zu bearbeiten, ist die AGRANA Beteiligungs-AG bereits seit Juli 2014 aktives Mitglied bei der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) und nimmt mit ihren Segmenten Zucker, Stärke und Frucht an allen für ihre Rohstoffe relevanten Arbeitsgruppen und Komitees teil.

Im Geschäftsjahr 2015|16 wurden in einem ersten Schritt die gesetzlichen Vorgaben der EU und der Anbauländer, in denen AGRANA Zuckerrüben und Kartoffeln bezieht, im Rahmen des SAI-Benchmarkprozesses mit den Anforderungen von SAI abgeglichen. Für den Rohstoffbezug aus den Ländern Österreich, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn wurde von SAI der Bronze-Status verliehen.

Um den tatsächlichen Nachhaltigkeitsstatus der Kontraktbauern darstellen zu können, wurde im Frühjahr 2015 der SAI-Fragebogen zum Farm Sustainability Assessment, eine Selbstauskunft der Landwirte, im AGRANA-eigenen webbasierten Rohstoffinformationssystem (RIS) für Vertragslieferanten von Zuckerrüben in Österreich, Tschechien und der Slowakei abgebildet. Insgesamt gelangten in den fünf AGRANA-Anbauländern 838 FSA- Fragebögen zur Auswertung, womit AGRANA 2015 die bisher größte SAI-Befragung durchgeführt hat. Die Antwortraten lagen je nach Land zwischen 7 % und 34 %.

Die Ergebnisse waren höchst erfreulich: In den Ländern Österreich, Ungarn und Tschechien konnten jeweils mindestens 50 % der Betriebe Gold-Status erreichen, der Rest Silber. In der Slowakei und Rumänien lag der Anteil der Betriebe mit Gold-Status jeweils bei rund einem Drittel, der Rest erzielte Silber-Status. Das heißt, dass die Teilnehmer zusätzlich zu den EU- und im jeweiligen Land gültigen gesetzlichen Regelungen noch weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Betriebe umsetzen.

Ökonomischer Fußabdruck der AGRANA-Gruppe

Im Bereich Nachhaltigkeit stand für AGRANA, als energieintensives Industrieunternehmen, viele Jahre der ökologische Aspekt der Geschäftstätigkeit im Fokus. Im Geschäftsjahr 2015|16 wurde erstmals auch der Wertschöpfungs- und Beschäftigungsbeitrag genauer untersucht.

1,5 Mrd. € Gesamt-Bruttowertschöpfungsbeitrag bzw. 0,5% des österreichischen BIP

Die Ergebnisse der von „Economica Institut für Wirtschaftsforschung“ berechneten Studie bestätigten die internationale Relevanz der AGRANA-Gruppe. 510,6 Mio. € wurden im Geschäftsjahr 2014|15 durch den laufenden Betrieb an direkter Bruttowertschöpfung in der AGRANA-Gruppe generiert. Der gesamte Bruttowertschöpfungsbeitrag der AGRANA-Gruppe, welcher sich aus direkten, indirekten und induzierten Effekten zusammensetzt, betrug knapp 1,5 Mrd. €. Diese Summe entspricht in etwa jener Wertschöpfung, die in der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen oder in der Rechtsberatung in Österreich generiert wurden bzw. rund 0,5 % des österreichischen BIPs. In der regionalen Verteilung lagen die Länder der EU-28 mit einem Anteil von 77,1 % an der Bruttowertschöpfung vor Nordamerika mit 8,2 % und Rest-Europa mit 5,7 %.

Mit 860,2 Mio. € bzw. 58% der Bruttowertschöpfung ging der größte Beitrag vom Segment Frucht aus. Auch den größten volkswirtschaftlichen Hebel, ausgedrückt in einem Multiplikator, findet man im Segment Frucht: Ein Multiplikator von 3,03 bedeutet, dass mit jedem in der AGRANA-Gruppe im Segment Frucht erwirtschafteten Euro weltweit zwei weitere Euro an Wertschöpfung in anderen Unternehmen generiert wurden.

Ein Arbeitsplatz bei AGRANA schaffte bis zu fünf weitere weltweit

Insgesamt stand der laufende Geschäftsbetrieb der AGRANA-Gruppe 2014|15 für knapp 40.000 Arbeitsplätze weltweit. Von 8.708 direkten Jobs in der AGRANA-Gruppe hingen rund 31.000 weitere Arbeitsplätze weltweit ab, davon 29.103 in der überdurchschnittlich beschäftigungsintensiven Landwirtschaft. Daraus resultieren die mit anderen Produktionsbetrieben nicht zu vergleichenden, überdurchschnittlich hohen Beschäftigungsmultiplikatoren von 5,81 (Segment Stärke), 5,52 (Segment Zucker) und 3,95 (Segment Frucht). Rund 65,9 % dieser Arbeitsplätze entfielen auf die 28 EU-Mitgliedstaaten. Etwas mehr als die Hälfte des Gesamteffektes in Höhe von 39.678 Arbeitsplätzen ist mit 21.827 Jobs bzw. 55 % dem Segment Frucht zuzuschreiben, gefolgt von Zucker mit 12.834 (32,3 %) und Stärke mit 5.017 (12,6 %) Stellen.

AGRANAs Investitionen schafften weitere 4.622 Arbeitsplätze

Neben den Effekten aus dem laufenden Betrieb entstanden durch die Investitionstätigkeit der AGRANA zusätzliche Bruttowertschöpfungseffekte. Weltweit lösten die Gesamt-investitionen des letzten Geschäftsjahres 2014|15 in Höhe von etwa 91 Mio. € einen totalen Wertschöpfungseffekt von rund Mio. € aus. Der dadurch ausgelöste Beschäftigungseffekt beläuft sich auf insgesamt 4.622 Mannjahre. Von diesen Effekten profitierte man in der EU mit 124,3 Mio. € Bruttowertschöpfung, dies entspricht einem Anteil von 72,5 %, am meisten. Der Beschäftigungseffekt von 2.260 Arbeitsplätzen in der EU entspricht 48,9 %.

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